Die traditionelle Versteigerung

Der Ursprung der Weinversteigerung
Seit 1827 werden die Weine der Domäne "Hôpital Pourtalès" von der Stiftung öffentlich versteigert. Ursprünglich auf der Strasse vor den Kellereien, später im historischen "Maison Vallier" in Cressier-Neuchâtel und zwar am letzten Februar-Montag. Dieser Anlass, der in der Weingegend der drei Juraseen einzigartig ist, vereinigt Spezialisten, Winzer, Enologen, Händler, Kenner und Weinfreunde. Im "Maison Vallier" herrscht dann jeweils eine ganz besondere Stimmung, wenn der neue Jahrgang degustiert, verglichen und beurteilt wird. Anschliessend gelangen die Weine zur Versteigerung, wobei die erzielten Preise als Richtlinie für die anderen Weine der Region dienen. Diese Versteigerung geniesst in der ganzen Schweiz einen äusserst seriösen Ruf, wodurch den Weinen der Domäne "Hôpital Pourtalès" ihre wohlverdiente Bedeutung zukommt.

Weiterführende Links:
Domaine de l'Hôpital Pourtalès
Weindegustation 


 Jacques-Louis de Pourtalès: im Dienste seines Nächsten

Am 9. August 1722 in Genf geboren, folgt Jacques-Louis de Pourtalès dem vorgezeigten Weg seines Grossvaters mütterlicherseits, Jean-Jacques de Luze und dem seines Vaters Jérémie, welche ihn in die internationalen Handelspraktiken einführen.
1753 gründet Jacques-Louis die Gesellschaft Pourtalès & Co., welche mit der Gründung von Handelsniederlassungen in Europa und Übersee einen durchschlagenden Erfolg erzielt. Seine Präsenz auf allen wichtigen Märkten und seine überschäumende Aktivität - ruhelos direkt vom Schiff auf die Postkutsche springend - erlaubt es ihm ein wichtiges internationales Handelsnetz aufzubauen, um sich als "König der Kaufleute" durchzusetzen.

Vom Handel- ins Bankgeschäft wechselnd, gelingt es ihm ein beträchtliches Vermögen zusammenzutragen. Gleichzeitig setzt er sich aber für den Wohlstand im Staate Neuenburg ein, wie z.B. mit der Gründung des Spitales Pourtalès.
Am 20. März 1814 stirbt er, drei Söhne hinterlassend welche sein Wohlstandswerk weiterführen werden.

Im Jahre 1978, als Folge der tiefgreifenden medizinischen und spitaltechnischen Veränderungen übernimmt die Stadt Neuenburg den Spitalkomplex mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Stiftung bleibt Besitzerin der restlichen Güter und Immobilien, vor allem des Weingutes von Cressier "das seinen Reingewinn dem Spital als Unkostenbeitrag wird zufliessen lassen". So bestimmt durch seinen Gründer J.-L. de Pourtalès.
Jacques-Louis de Pourtalès 


Das Gut

Anbauflächen
Chasselas 59'335 m2 (50,2 %), Pinot noir 53'524 m2 (41,5 %), Oeil de perdrix (5,8 %) und Chardonnay 2'990 m2 (2,5 %).

Die ideale Verbindung von Anbaugebiet, Rebsorte und Klima
Diese gute Konstellation ist mit Hilfe der Arbeit und den Kenntnissen der Winzer die Vorgabe für ein ausgezeichnetes Endresultat. Seit jeher brachte die Domäne des Hôpital Pourtalès für die Gegend typische Charakterweine hervor: Die besondere Bodenbeschaffenheit (Mergel-Kalk) und die ideale Lage der homogenen, ganzheitlichen Parzelle des Hôpital Pourtalès auf halber Höhe der Rebberge, erlaubt es den Rebsorten Chasselas und Pinot noir, auch dank des MikroKlimas des Entre-deux-Lacs, sich voll und ganz zu entwickeln. Die renommierten Kellereien von Trub, die sich am westlichen Dorfeingang von Cressier befinden, sind einen Besuch wert, schon den altehrwürdigen Eichenfässern wegen. Über der Kellerpforte des Truberhauses zeugt das Wappen der Famillie de Pourtalès vom noblen Geist, der seinerzeit zum Bau des Spitals führte: Der Pellikan gilt seit jeher als Zeichen christlicher Nächstenliebe. Auf den Korken wird dieses Wappen als amtlich beglaubigte Herkunftsbezeichnung der Weine der Domäne "Hôpital Pourtalès" verwendet. Es werden nur gutseigene Trauben gekeltert.
Rebfeld 


Hôpital Pourtalès eine Jahrhundert alte Tradition

Im 12. Jahrhundert waren es die Benediktinermönche vom Kloster des Heiligen Kreuzes zu Trub, eine Zweigstätte des Mutterhauses von Sankt Blasien im Schwarzwald , die sich in der Gegend "Entre-deux-Lacs" der Kunst des Rebbaus, des Küferns und dem Keltern widmeten. Kehrten sie danach auf Zihl und Aare ins heimische Emmental zurück, versäumten sie es nicht, unterwegs Bauern- und Bürgerschaft mit den Vorzügen des "Trueberwys" bekanntzumachen, was dem edlen Tropfen bald einen Ehrenplatz selbst auf höfischen Tischen einräumte. Von Lentulus, von Wattenwyl, von Diessbach, von Roll und andere Familien mit klingenden Namen waren Verehrer dieses aparten einzgartigen Tropfens. Truberwein 


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