Gemeindeversammlung Trub vom 13.12.2013

Gemeindepräsident Peter Aeschlimann konnte 56 Stimmberechtigte zur Gemeindeversammlung begrüssen. Zuoberst auf der Traktandenliste stand die Ueberbauungsordnung für den vorgesehenen Kiesabbau in Fankhaus im Gebiet Schnidershus.  Aufgrund der notwendigen Sicherung nahegelegener Kiesressourcen plant die Firma Schächli Kies + Beton AG aus Trubschachen  den Abbau am Standort Schnidershus, der als Festsetzung im regionalen Teilrichtplan Abbau und Deponie der Region Emmental enthalten ist. Der Standort liegt im Fankhausgraben auf einer Kiesterrasse an der Flanke des Hügelzuges, welcher den Brandösch- und den Fankhausgraben trennt. Der Abbauperimeter beinhaltet ein nutzbares Abbauvolumen von rund 307‘000 m3. Die vorgesehene Abbauzeit dauert voraussichtlich 20 Jahre mit rund 15‘000 m3 pro Jahr. Die Erschliessung der Abbaustelle erfolgt ab der Gemeindestrasse Trub–Fankhaus. Die Zufahrt wird mit einer Radwaschanlage ausgestattet. Der Truber Souverän stellte sich geschlossen hinter dieses Vorhaben und beschloss die Ueberbauungsordnung, die noch vom Kanton genehmigt werden muss, ohne Gegenstimme.

 Viel Geld für den Strassenbau

Die Weggenossenschaft Gummental realisiert in den nächsten Jahren ein Erschliessungsprojekt mit Kosten von rund 2 Millionen Franken in verschiedenen Etappen. Vorgesehen ist die Sanierung und Verbesserung von 14 Hofzufahren und der Gummenstrasse. Bund und Kanton unterstützen das Vorhaben mit rund 62 %. Die Versammlung bewilligte den nötigen Gemeindebeitrag von Fr. 470‘000 an die Weggenossenschaft sowie den Kredit für die Sanierung der Gummenstrasse mit brutto Fr. 630‘000. Die 1. Bauetappe mit der Erschliessung der Höfe Kelle-Brandhaus-Gummenloch soll bereits im 2014 in Angriff genommen werden.

Ferner bewilligte die Versammlung einen Gemeindebeitrag von Fr. 160‘000 an die Weggenossenschaft Witenbach-Hochstalden für ihr  Sanierungsprojekt (Periodische Wiederinstandstellung PWI) mit Gesamtkosten von Fr. 340‘000. Rund 800 m der Wegstrecke liegen auf Gemeindegebiet von Langnau und rund 2‘000 m auf Truber Gebiet. Die Kosten werden im Verhältnis 75 % zu 25 % unter den Gemeinden aufgeteilt.

Kleines Defizit in Trub

Finanzverwalter Ernst Kohler musste erstmals seit gut zehn Jahren wieder einmal ein Defizit präsentieren. Dieses fällt aber gering aus und liegt mit 30‘000 Franken unter einem halben Steueranlagezehntel. Der Aufwandüberschuss ist durch das gut dotierte Eigenkapital von rund 1,6 Mio. Franken gedeckt. Der Aufwand der Laufenden Rechnung beträgt Fr. 5‘163‘900 und der Ertrag erreicht Fr. 5‘133‘900.

Die Gemeinde plant im kommenden  Jahr  Bruttoinvestitionen von Fr. 1‘022‘000 oder netto Fr. 700‘000.

Der Finanzplan zeigt, dass bis zum Ende der Planungsperiode im 2018 das Eigenkapital komfortabel hoch bleiben dürfte. Der Referent verwies aber auf den bekannten Lottogrundsatz „Wie immer ohne Gewähr“.

Die Stimmberechtigten hiessen schliesslich den Voranschlag mit einer unveränderten Steueranlage von 1,84 einstimmig gut.

Im Anschluss an die Versammlung lud Gemeindepräsident Peter Aeschlimann die Besucherschar herzlich zum Apéro mit Züpfe, Käse und Weisswein.

 

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