Kanalisation Twärengraben

Bekanntlich wurde das Interesse für den Bau einer öffentlichen Kanalisationsleitung in den Twärengraben bis zur ehemaligen Käserei Twären abgeklärt. Der Gemeinderat setzte bei diesem Projekt von Anfang an auf Freiwilligkeit und wollte niemanden zwingen, anzuschliessen. Insbesondere, weil die Gemeinde hier ja nicht erschliessungspflichtig ist (kein öffentliches Sanierungsgebiet gemäss Art. 9 kantonale Gewässerschutzverordnung).

Leider erklärten sich lediglich drei Grundeigentümer mit einer schriftlichen Erklärung bereit, ihre Liegenschaften bei der ehemaligen Käserei anzuschliessen. Dies veranlasste den Gemeinderat, das Projekt aus finanziellen Gründen (kein Kantonsbeitrag) abzubrechen. 

In der Folge setzten sich aber Anschlusswillige im vorderen Einzugsbereich zur Wehr und stellten ein Wiedererwägungsgesuch. Der Gemeinderat forderte umgehend vom Kanton eine klare Haltung, wie der Twärengraben abwassertechnisch gelöst werden soll. Das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern (AWA) nimmt gemäss Schreiben vom 18. März 2019 zusammengefasst wie folgt Stellung:

Die Erschliessung mit einer öffentlichen Leitung ist die nachhaltigste und kostengünstigste Abwassersanierungsart.  Die Sanierung mittels Kleinkläranlagen ist nicht gesetzeskonform, da in den Sommermonaten das Bachbett trocken ist und das Abwasser versickert. Der ländliche Raum ist im Wandel - für eine weitsichtige Abwassersanierung im Twärengraben bitten wir die Gemeinde die Kanalisationserschliessung nochmals zu prüfen.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 23. April 2019 eine neue Auslegeordnung vorgenommen und angesichts des Drucks des Kantons und einzelner Grundeigentümer beschlossen, das Projekt wiederaufzunehmen, da gemäss der gesetzlichen Anschlusspflicht genügend Liegenschaften erschlossen werden, damit der Kantonsbeitrag ausgerichtet wird.  Vorbehalten bleibt die Krediterteilung durch die Gemeindeversammlung.

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