Neues Erwachsenen- und Kindesschutzrecht

Aufgrund des geänderten Bundesrechts dürfen künftig nicht mehr politisch gewählte Behörden (Gemeinderat, Vormundschaftskommission, etc.) in Vormundschaftssachen entscheiden. Dies wird künftig Sache von „interdisziplinären“ Fachbehörden sein.

Die Gemeinden können sich im Vernehmlassungsverfahren zu zwei „gegensätzlichen“ organisatorischen Modellen äussern. Die kommunalen Verbände sprechen sich klar für das Modell einer kommunalen Fachbehörde und somit gegen das Modell einer kantonalen Fachbehörde aus.

Der Gemeinderat Trub hat sich ebenfalls für das kommunale Modell ausgesprochen. Die bundesrechtlichen Anforderungen an die Fachbehörde im Erwachsenen- und Kindesschutz können von den Gemeinden ohne Weiteres erfüllt werden. Bereits heute nehmen viele Personen in Vormundschaftsbehörden Einsitz, die sich durch den verlangten Sachverstand qualifizieren. In einem Perimeter, der 10‘000 bis 20‘000 Einwohnerinnen und Einwohner umfasst, dürfte die Rekrutierung von Mitgliedern einer Fachbehörde mit einem entsprechenden fachlichen Hintergrund keine Probleme bieten. Immerhin spricht für das Modell „Kommunale Fachbehörde“ auch der Umstand, dass dieses etwa 5 Mio. Franken günstiger pro Jahr zu stehen kommt, als das kantonale Modell. Es ist davon auszugehen, dass bei einer kantonalen Fachbehörde angesichts der Vollprofessionalisierung die Kosten stärker ansteigen würden.
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